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Sigmar Gabriel gilt als Favorit für das Amt als Chef-Autolobbyist


Von der Politik in die Wirtschaft: Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel gilt seit Wochen als Favorit für das Präsidentenamt des mächtigen Automobilverbandes VDA. Das manager magazin hatte darüber Anfang des Monats berichtet. Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ gibt es nun nähere Hinweise zum zeitlichen Ablauf.

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Kommende Woche wolle das VDA-Präsidium Details mit Gabriel klären, berichtet die Zeitung. Zeitgleich gebe es auch Gespräche mit einer Kandidatin von der CDU: Hildegard Müller, einst Staatsministerin im Kanzleramt und Top-Managerin eines Energiekonzerns. Ihr würden allerdings nur Außenseiterchancen eingeräumt.

„Die Reihenfolge steht fest“, heißt es laut „Bild am Sonntag“ aus informierten Kreisen. „Sollten keine unüberbrückbaren Differenzen mit Gabriel auftreten, wird er der neue Präsident“, zitiert die Zeitung ihre Quelle. Ein anderer Top-Manager sagte demnach, Gabriel sei zu 99 Prozent sicher. Er sei der Wunschkandidat der Autokonzerne.

FAZ: Konzerne noch im Clinch

Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntag“ ist das Rennen zwischen Gabriel und Müller noch offen. Wer von den beiden den Vorzug erhalte, darüber lägen die Konzerne noch im Clinch. Die formelle Entscheidung fällt der VDA-Vorstand demnach in der ersten Novemberwoche.

Gabriel hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, im November sein Bundestagsmandat vorzeitig niederzulegen. Der wichtigste Grund dafür sei das Gefühl, „dass ich mit 60 Jahren jetzt noch einmal die Chance habe, etwas Neues anzufangen“, begründete er seinen Rückzug in einem Brief an „Freunde und Weggefährten“.

Gabriel gilt als politische Größe, der sich immer wieder eng mit der Autoindustrie auseinandersetzte. Unter anderem saß er als Ministerpräsident von Niedersachsen um die Jahrtausendwende im Volkswagen-Aufsichtsrat.

Gabriel war von 2009 bis 2017 Vorsitzender der SPD. Er war zudem Umwelt-, Wirtschafts- und Außenminister. Seit 2005 sitzt er im Bundestag. Zuletzt hatte es wiederholt Kritik daran gegeben, dass der Politiker wegen seiner zahlreichen Nebentätigkeiten sein Abgeordnetenmandat nicht mehr in ausreichendem Umfang wahrnehme. Der bisherige VDA-Chef Bernhard Mattes hatte im September seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt.

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