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News: Papst erlässt Meldepflicht für Missbrauchsfälle in der Kirche

Die Meldungen des Tages im Kurz-Überblick:

  • Seoul: Nordkorea feuert offenbar zwei Raketen ab (13.01 Uhr)

  • Papst erlässt Meldepflicht für Missbrauchsfälle in der Kirche (12.05 Uhr)

  • Europäer lehnen Ultimatum des Iran ab (9.38 Uhr)

  • Rechtschreibfehler auf australischer  50-Dollar-Note (8.50 Uhr)

  • Flugbetrieb in Frankfurt läuft wieder (8.46 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 13.10 Uhr: Vier Männer nach Tötung von Journalistin in Nordirland festgenommen +++

Drei Wochen nach dem gewaltsamen Tod der Journalistin Lyra McKee während Ausschreitungen im nordirischen Derry sind am Donnerstag vier Männer festgenommen worden. Kriminalbeamte hätten vier Häuser in der Stadt durchsucht und vier Menschen festgenommen, sagte der leitende Kommissar Jason Murphy von der Polizei Nordirland. Die Männer im Alter von 15, 18, 38 und 51 Jahren würden derzeit auf der Grundlage von Anti-Terror-Gesetzen befragt.

McKee war am 18. April am Rande von schweren Ausschreitungen in Derry erschossen worden. Die Journalistin wurde nach Polizeiangaben getroffen, als jemand auf Polizisten schoss. Die paramilitärische Splittergruppe New IRA bekannte sich anschließend zu dem tödlichen Schuss und bat die Angehörigen der Frau „aufrichtig um Entschuldigung“.

+++ 13.10 Uhr: Merkel: EU muss geeint in der Welt auftreten +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Europäische Union zu Geschlossenheit und Innovation gemahnt. „Die Welt schläft nicht“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag beim EU-Sondergipfel im rumänischen Sibiu. Überschattet wurde das Treffen zur Zukunft der EU von der neuen Eskalation zwischen den USA und dem Iran wegen des Atomabkommens, der die EU mehr oder weniger hilflos zusehen muss. Gestritten wurde am Rande bereits über die Vergabe der EU-Spitzenjobs nach der Europawahl in zwei Wochen. Der Gipfel ohne Großbritannien sollte kurz vor der Wahl ein Signal des Aufbruchs für die 27 bleibenden EU-Staaten nach dem geplanten Brexit setzen.

+++ 13.03 Uhr: Zwei Festnahmen in Hessen nach Razzia wegen bandenmäßigen Immobilienbetrugs +++

Bei einer Razzia wegen des bandenmäßigen Immobilienbetrugs sind im hessischen Marburg zwei Männer festgenommen worden. Sie sollen zwischen 2015 und 2019 zusammen mit zwölf weiteren Beschuldigten Immobilien in Mittelhessen binnen Monate untereinander verkauft und die Preise künstlich um bis zu 400 Prozent in die Höhe getrieben haben, wie die Staatsanwaltschaft Marburg und die Polizei in Gießen am Donnerstag mitteilten.

Insgesamt wurden am Mittwoch 21 Geschäftsräume und Wohnungen in Hessen und Rheinland-Pfalz durchsucht. Gegen einen 29- und einen 35-Jährigen lagen Haftbefehle vor, die bei der Razzia vollstreckt wurden.

+++ 13.01 Uhr: Seoul: Nordkorea feuert offenbar zwei Raketen ab +++

Bei den von Nordkorea am Donnerstag abgefeuerten Geschossen handelt es sich nach Angaben Südkoreas mutmaßlich um zwei Raketen. Es scheine sich um zwei Kurzstreckenraketen gehandelt zu haben, teilte die südkoreanische Armee mit. Sie flogen demnach 270 und 420 Kilometer weit.   

Video: Südkoreas Militär: Nordkorea feuert Geschosse ab

Der Abschuss erfolgte während eines Besuchs des US-Gesandten Stephen Biegun in Seoul zu Gesprächen über einen Ausweg aus den festgefahrenen Atomgesprächen. Das südkoreanische Militär hatte zuvor erklärt, der Abschuss sei offenbar vom Stützpunkt Sino-ri 75 Kilometer nordwestlich von Pjöngjang erfolgt. Die Art der Geschosse war zunächst unklar gewesen.

+++ 12.55 Uhr: Forscher werten königliche Grabstätte als „britisches Tutanchamun-Grab“ +++

Britische Wissenschaftler haben eine bei Bauarbeiten in der Grafschaft Essex entdeckte königliche Grabstätte aus der Zeit der Angelsachsen als „britisches Gegenstück zum Tutanchamun-Grab“ gewürdigt. Es handele sich um das älteste christliche Prinzengrab aus angelsächsischer Zeit, sagte Sophie Jackson vom Londoner Museum für Archäologie am Donnerstag bei der Vorstellung der bisherigen Forschungsergebnisse zu dem in Prittlewell bei Southend-on-Sea gefundenen Grab.

Die Grabstätte war 2003 bei Straßenbauarbeiten zwischen einem Supermarkt und einem Pub entdeckt worden. Nach 15-jährigen Forschungsarbeiten gehen die Experten davon aus, dass es die Gebeine von Seaxa, dem Bruder von König Saeberht von Ostanglien enthielt. Der Bau der Grabkammer habe vermutlich 113 Tage gedauert. Enthalten waren rund 40 Grabbeigaben, teilweise aus fernen Ländern. Darunter war eine Leier, eine 1400 Jahre alte bemalte Holzkiste und ein Krug, der offenbar aus Syrien stammte.

+++ 12.24 Uhr: Schwede wird 24 Jahre nach Vergewaltigung von Mädchen angeklagt +++

Fast 24 Jahre nach der Vergewaltigung eines achtjährigen Mädchens in Schweden kommt es dank neuer DNA-Abgleiche doch noch zu einer Anklage in dem Fall. Spermaspuren auf einem Kleidungsstück des Kindes hätten zu einem heute 58-jährigen Mann aus dem Großraum Göteborg geführt, sagte der zuständige Staatsanwalt Thomas Ahlstrand der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann, ein im Februar festgenommener Schwede, werde nun wegen mutmaßlicher schwerer Vergewaltigung angeklagt. Der Fall wäre im nächsten Jahr – 15 Jahre nach dem 18. Geburtstag des Mädchens – verjährt.

Die damals Achtjährige hatte sich im September 1995 mit dem Fahrrad auf dem Nachhauseweg von der Schule befunden, als sie in Billdal südlich von Göteborg überfallen und vergewaltigt worden war. Heute lebe sie nach seinem Kenntnisstand ein normales und gutes Leben, sagte der Staatsanwalt.

+++ 12.18 Uhr: Südsudan bekommt mehr Zeit für Umsetzung von Friedensabkommen +++

Der Krisenstaat Südsudan bekommt für die Umsetzung eines im vergangenen Jahr abgeschlossenen Friedensabkommens mehr Zeit. Die ursprünglich bis Sonntag vorgesehene Bildung einer Einheitsregierung wird auf Antrag der Konfliktparteien um sechs Monate verschoben, wie die ostafrikanische Regionalgemeinschaft IGAD am Donnerstag erklärte. Es könne keine weitere Verlängerung geben, hieß es.

Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar hatten das Friedensabkommen im September unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass Machar wieder zum Vizepräsidenten ernannt wird. Ob das Abkommen erfolgreich umgesetzt werden kann, muss sich allerdings noch zeigen. Die Widersacher hatten schon einmal 2015 einen Friedensvertrag unterzeichnet, der später aber scheiterte.

+++ 12.05 Uhr: Papst erlässt Meldepflicht für Missbrauchsfälle in der Kirche +++

Papst Franziskus hat für die gesamte katholische Kirche eine Meldepflicht für Fälle sexuellen Missbrauchs erlassen. Für Kleriker und Ordensleute werde ab Juni die Verpflichtung eingeführt, innerhalb der Kirche Missbrauchs- und Vertuschungsfälle umgehend anzuzeigen, teilte der Vatikan mit.

+++ 11.39 Uhr: Flugausfälle wegen Streiks in Frankreich +++

Ein Streik im öffentlichen Dienst in Frankreich hat zu Ausfällen und Verspätungen geführt. Die französische Luftfahrtgesellschaft Air France strich gut ein Viertel ihrer Kurzstreckenflüge, wie sie in Paris mitteilte. Bei Eurowings fielen Verbindungen zwischen Paris und Düsseldorf aus.     

Vor allem betroffen von dem Streik waren französische Schulen und Krankenhäuser: Jeder dritte Lehrer in Grundschulen wollte nach Angaben der Gewerkschaft Snuipp-FSU die Arbeit niederlegen. Aufgerufen zu dem Ausstand sind alle 5,5 Millionen Angestellte im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaften protestieren damit gegen Reformpläne, über die das Parlament ab der kommenden Woche berät. Die Regierung will unter anderem mehr Zeitarbeiter einsetzen.

+++ 11.20 Uhr: UN: Plastikmüll ist tödliche Gefahr für Meeresvögel +++

Plastikmüll ist für Meeres- und Zugvögel eine tödliche Gefahr. Darauf hat das UN-Umweltprogramm (UNEP) anlässlich des Weltzugvogeltags an diesem Samstag hingewiesen. Vögel hielten Plastikabfälle oft für Futter. Wenn Kunststoff in den Magen gelange, könnten die Tiere schwere Verletzungen erleiden oder aufgrund eines falschen Sättigungsgefühls verhungern, teilte das Sekretariat der Bonner Konvention am Donnerstag mit. Untersuchungen zeigten, dass rund 40 Prozent der Meeresvögel Plastik verzehrt hätten.

+++ 11.16 Uhr: Berühmte „The Beach“-Bucht in Thailand bleibt für Urlauber gesperrt +++

Der Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio hat die thailändische Maya Bay weltberühmt gemacht und war zugleich ihr Fluch – nun haben die Behörden die Traumbucht für weitere zwei Jahre für Touristen gesperrt, um der Natur eine Chance zu geben.

Die von Felsen gesäumte Bucht auf der Insel Ko Phi Phi Ley mit dem weißen Strand und türkisblauem Wasser war im vergangenen Juni für Besucher gesperrt worden, nachdem der durch „The Beach“ ausgelöste Touristenansturm zu massiven Umweltschäden geführt hatte. Bis zur Sperrung waren per Boot täglich bis zu 5000 Urlauber in die Bucht gefahren worden. Der Ansturm hatte zu Bodenerosion, entwurzelten Bäumen und schweren Schäden an den Korallen geführt. Ursprünglich sollte die Sperrung vier Monate dauern, sie wurde seitdem mehrfach verlängert.  

+++ 11.08 Uhr: Ethikrat hält Eingriffe in menschliche Keimbahn derzeit für unveranwortlich +++

Wegen der unabsehbaren Risiken hält der Deutsche Ethikrat Eingriffe in die menschliche Keimbahn derzeit für ethisch nicht vertretbar. Die Verfahren seien zu unausgereift und die Gefahr von unerwünschten gesundheitlichen Folgen zu groß, heißt es in einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Stellungnahme. Das Expertengremium forderte ein internationales Moratorium für Keimbahneingriffe beim Menschen sowie weltweite wissenschaftliche und ethische Standards.

Das sogenannte Genome-Editing erlaubt gezielte und sehr präzise Eingriffe in das Erbgut. Bei diesen neuen molekularbiologischen Verfahren, von denen vor allem die Genschere Crispr/Cas9 an Bedeutung gewann, geht es im Grunde um das Ausschneiden und Ersetzen bestimmter Genabschnitte.

11.07 Uhr: Iglo verlässt Lebensmittelverband und äußert schwere Kritik +++

Der Tiefkühlkost-Hersteller Iglo hat wegen des schwelenden Streits um die Kennzeichnung von Lebensmitteln den zuständigen Branchenverband verlassen. Iglo verknüpfte den Rückzug mit heftiger Kritik an dem Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft BLL (Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde).

Hintergrund des Konflikts ist der Streit um die Kennzeichnung von Lebensmitteln für Verbraucher. Iglo will gegenwärtig für seine gesamte Produktpalette aus 140 Produkten von Fischstäbchen bis Spinat den sogenannten Nutri-Score einführen, der die gesamte Nährwertqualität der Lebensmittel in einer fünfstufigen Farbskala von A bis E auf der Verpackung zusammenfasst. Das System ist Frankreich und Belgien etabliert und breitet sich auch in anderen europäischen Ländern aus. 

+++ 10.35 Uhr: Rauch an Bord – Flugzeug in Schweden notgelandet +++

An Bord eines Passagierflugzeugs in Schweden ist kurz nach dem Start mutmaßlich Rauch entstanden. Der Airbus A320 habe deshalb am Donnerstagmorgen zum Startflughafen Göteborg-Landvetter umkehren und dort notlanden müssen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. An Bord hätten sich rund hundert Passagiere befunden. Die Notlandung sei ohne Probleme geglückt, zu Schaden gekommen sei niemand.

+++ 9.38 Uhr: Europäer lehnen Ultimatum des Iran zum Atomabkommen ab +++

Die am Atomabkommen mit dem Iran beteiligten europäischen Staaten haben das von Teheran gestellte Ultimatum zurückgewiesen. Jegliche Ultimaten würden abgelehnt, hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens sowie der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini. Die drei Länder würden prüfen, ob sich der Iran weiter an seine Vertragspflichten halte und bekannten sich ihrerseits zu den eigenen Verpflichtungen, darunter die Aufhebung von Sanktionen.

+++ 9.25 Uhr: Nach Hitze und Dürre – Naturschützer starten neue Vogelzählung +++

Was bedeutet mehr Trockenheit für die heimische Vogelwelt? Antworten erhofft sich der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) von der traditionellen Zählaktion „Stunde der Gartenvögel“: Vom Freitag bis Sonntag sind Naturfreunde aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel im Garten oder Park zu zählen und ihre Ergebnisse zu melden. Das soll Hinweise auf die Entwicklung der Bestände geben. Im Fokus steht die Amsel, die als am weitesten verbreiteter Gartenvogel Deutschlands gilt.

+++ 9.04 Uhr: Maria 2.0 – Bundesweit treten Frauen in den Kirchenstreik +++

Die in Münster entstandene Bewegung für mehr Frauenrechte in der katholischen Kirche startet am Samstag bundesweit einen einwöchigen Kirchenstreik. Unter dem Motto Maria 2.0 wollen die gläubigen Frauen, die vielfach ehrenamtlich tätig sind, damit gegen Machtstrukturen in der Kirche und die von ihnen kritisierte Vertuschung von sexuellem Missbrauch durch Amtsträger protestieren. In einer Online-Petition an Papst Franziskus fordern die Frauen Zugang zu allen Ämtern der Kirche und die Aufhebung der Pflicht zur Ehelosigkeit für katholische Priester (Zölibat). Während des Streiks wollen die Frauen keine Kirchen betreten, ehrenamtlichen Ämter nicht ausüben und Gottesdienste ohne Priester im Freien feiern.

+++ 9.03 Uhr: Thüringens Ministerpräsident fordert neue Nationalhyme +++

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich für eine neue Nationalhymne ausgesprochen. „Ich singe die dritte Strophe unserer Nationalhymne mit, aber ich kann das Bild der Naziaufmärsche von 1933 bis 1945 nicht ausblenden“, sagte der Linke-Politiker der „Rheinischen Post“. Bei der Nationalhymne handelt es sich um die dritte Strophe des „Lieds der Deutschen“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben („Einigkeit und Recht und Freiheit“). Die Nazis ließen nur die erste Strophe singen („Deutschland, Deutschland über alles“).

+++ 8.50 Uhr: Australiens Zentralbank übersieht Rechtschreibfehler auf neuer 50-Dollar-Note +++

Australiens Zentralbank hat sich viel Mühe mit der neuen 50-Dollar-Note gegeben – musste am Donnerstag aber einräumen, einen Rechtschreibfehler übersehen zu haben. Auf dem Geldschein ist als eines der vielen Sicherheitsmerkmale eine Rede der australischen Frauenrechtlerin Edith Cowan abgedruckt, und darin fehlt im Wort „Responsibility“ (Verantwortung) ein „i“. Seit Ausgabe der Banknoten im Oktober war dies niemandem aufgefallen.

Von Zentralbank offiziell ausgegeben: Peinlicher Fehler auf 50-Dollar-Schein – Australiens meist genutzter Banknote fehlt wichtiges Detail

Das ist allerdings auch schwer: Die Rede Cowans ist in Mikroschrift gedruckt und mit bloßem Auge kaum zu entziffern. Ein australischer Bürger machte sich die Mühe und wies die Zentralbank auf den Fehler hin. Ein Sprecher zeigte sich nicht besonders zerknirscht: „Die Notenbank Australiens ist im Bilde und wird die Rechtschreibung vor dem nächsten Druck korrigieren.“

+++ 8.39 Uhr: Pompeo sagt wegen „dringender Angelegenheiten“ Besuch in Grönland ab +++

Inmitten des sich zuspitzenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran hat US-Außenminister Mike Pompeo wegen „dringender Angelegenheiten“ einen geplanten Besuch in Grönland abgesagt. Pompeo verschiebe die Reise, weil seine Anwesenheit in Washington erforderlich sei, erklärte Ministeriumssprecherin Morgan Ortagus am Donnerstag. Der US-Außenminister hatte wegen der Auseinandersetzung mit Teheran bereits am Dienstag kurzfristig seinen Berlin-Besuch abgesagt und war zu Gesprächen in den Irak gereist.

Passagiere warten auf dem Frankfurter Flughafen an Check-in-Schaltern

Passagiere warten auf dem Frankfurter Flughafen an Check-in-Schaltern. Nach einer Drohnensichtung und einer zeitweiligen Sperrung des Flugbetriebs nahm der Airport den Betrieb am Morgen wieder auf.

+++ 8.46 Uhr: Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen läuft wieder+++

Wegen der Sichtung einer Drohe ist der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen am Morgen für rund eine halbe Stunde eingestellt worden. Laut „Hessenschau“ fanden zwischen 7:45 Uhr und 8:18 Uhr keine Starts oder Landungen statt. Das sagte ein Sprecher des Airportbetreibers dem Portal. Die Drohne war gegen 7:40 Uhr am Gelände des Flughafens gesichtet worden. Nach rund einer Stunde Sperre könnten die Flieger wieder starten und landen, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport auch der dpa.

+++ 6.14 Uhr: Brasiliens Ex-Präsident Temer muss zurück ins Gefängnis +++

Der unter Korruptionsverdacht stehende brasilianische Ex-Präsident Michel Temer muss zurück ins Gefängnis. Ein Berufungsgericht in Rio de Janeiro ordnete am Mittwoch die Inhaftierung des 78-Jährigen an und kippte damit die Entscheidung eines Richters, der Temer im März wenige Tage nach seiner Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt hatte. Temer kritisierte die Anordnung des Berufungsgerichts, kündigte aber an, sich am Donnerstag den Behörden zu stellen.

+++ 5.44 Uhr: Singapur verabschiedet Gesetz gegen „Fake News“ +++

Singapur hat ein Gesetz gegen die Verbreitung vermeintlich falscher Nachrichten („Fake News“) im Internet verabschiedet. Trotz viel Kritik von außerhalb gab es dafür im Parlament eine klare Mehrheit. 72 Abgeordnete stimmten gestern Abend dafür, nur neun dagegen. Befürchtet wird, dass damit die Pressefreiheit in dem autoritär regierten südostasiatischen Stadtstaat weiter eingeschränkt wird.

Das „Gesetz zum Schutz von Online-Fälschungen und -Manipulationen“ sieht unter anderem vor, dass klassische Medien ebenso wie Internet-Konzerne nach staatlicher Aufforderung Artikel entfernen müssen. Unter bestimmten Umständen sollen sie auch gezwungen werden können, „Berichtigungshinweise“ zu veröffentlichen. Im Extremfall drohen mehr als 450.000 Euro Geldstrafe und bis zu zehn Jahre Haft.

+++ 5.19 Uhr: Pamela Anderson engagiert sich im Europawahlkampf +++

Brüssel statt „Baywatch“: Fernseh- und Filmstar Pamela Anderson (51) engagiert sich im Europawahlkampf für die Liste des früheren griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis. „Wir brauchen einen Wandel im politischen Klima und sollten dabei aber auch unseren Lebensstil ändern“, sagte die US-amerikanisch-kanadische Schauspielerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Ihren Einsatz für die Vereinigung „Demokratie in Europa“ sehe sie als Fortsetzung früherer Aktivitäten, etwa für den Tier- und Klimaschutz. „Ich möchte meine Bekanntheit für diese gute Sache einsetzen.“ Sie sei froh und stolz, an der Seite von Varoufakis für das ökologische Programm „Green New Deal“ zu kämpfen.

Pamela Anderson

Pamela Anderson engagiert sich im Europawahlkampf für die Liste des früheren griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis

+++ 4.19 Uhr: Union pocht bei Fachkräfteeinwanderung auf Begrenzung der Migration +++

Vor der ersten Bundestagsberatung über das lange umstrittene Gesetz zur Fachkräfteeinwanderung pocht die Unionsfraktion darauf, den Zuzug umfassend zu steuern und illegale Migration zu begrenzen. Erst durch die Verbindung beider Vorhaben entstehe ein ganzheitlicher Ansatz, sagte der für Innenpolitik zuständige stellvertretende Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir ermöglichen die Zuwanderung derer, die uns nutzen, und wir setzen die Ausreisepflicht derer durch, die unser Land verlassen müssen. Beide Gesetze gehen Hand in Hand.“ Der Bundestag berät an diesem Donnerstag (9 Uhr) nach monatelangem Ringen erstmals über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz.  

+++ 3.56 Uhr Kalifornische Polizei entdeckt Waffenarsenal in Luxuswohnviertel +++

In einer Villa in einem luxuriösem Wohnviertel von Los Angeles hat die Polizei ein Waffenarsenal mit mehr als 1000 Gewehren und einer größeren Menge Munition entdeckt. Das berichten US-Medien. „Das ist ein großes Versteck“, sagte Polizeisprecher Chris Ramirez dem Sender KTLA. Es sei kaum zu begreifen, wie jemand in einem Villenviertel wie diesem so viele Waffen haben konnte.

+++ 3.34 Uhr: Steuerzahler-Bund: Rotstift ist unvermeidbar +++

Der Bund der Steuerzahler hat die Bundesregierung angesichts der neuen Steuerschätzung aufgefordert, geplante Ausgaben zu hinterfragen. „Die Haushaltsplaner müssen hier noch mal ‚ran, und der Rotstift ist unvermeidbar“, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel der DPA in Berlin. Die Große Koalition müsse den gesamten Haushalt überarbeiten. Fragwürdig seien nicht nur Projekte wie die Mütterrente und eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung, sondern auch „sehr, sehr hohe Subventionen“. Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Bildung dürften dagegen nicht infrage gestellt werden.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) stellt an diesem Donnerstag die Ergebnisse der aktuellen Steuerschätzung vor. Die Einnahmen steigen zwar voraussichtlich weiter, angesichts der schwächeren Konjunktur wird aber mit deutlich weniger Steuer-Mehreinnahmen gerechnet als bisher prognostiziert.

+++ 0.46 Uhr: Großbritannien kommt eine Woche lang ohne Kohlestrom aus +++

Erstmals seit der Inbetriebnahme des ersten Kohlekraftwerks im Jahr 1882 ist Großbritannien eine Woche lang ohne Kohlestrom ausgekommen. „Großbritannien hat jetzt offiziell eine ganze Woche ohne Kohle geschafft“, schrieb der britische Netzbetreiber National Grid am Mittwoch auf Twitter.

Die „kohlefreie“ Stromversorgung werde in Zukunft häufiger möglich sein, da in das Energiesystem immer mehr Strom aus erneuerbaren Quellen eingespeist werde, erklärte der Chef des Unternehmens, Fintan Slye. Ab 2025 solle die Stromversorgung des Landes ohne Kohlekraftwerke gewährleistet werden.

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