Nachrichten

Nachrichten

Angela Merkel spricht bei CNN über Europawahl


Es ist das erste längere Interview mit einem US-Sender: Einen Tag nach der Europawahl hat Angela Merkel mit CNN gesprochen. Im Interview mit der bekannten TV-Journalistin Christiane Amanpour räumt die Bundeskanzlerin ein, die Grünen hätten „recht stark“ abgeschnitten. Das liege auch an Themen, „die die Menschen im Augenblick sehr bewegen“, wie etwa der Klimawandel.

Das Ergebnis betrachtet Merkel als „Aufforderung“ an ihre Partei, „noch bessere Antworten auf diese Fragen zu finden und vor allen Dingen zu sagen, dass wir uns den Zielen, die wir uns selbst gesetzt haben, auch verpflichtet fühlen“. Merkel sprach am Montagabend mit CNN, das Interview wird am Dienstagabend um 19 Uhr international ausgestrahlt. Der Sender NTV hatte einige Ausschnitte vorab ausgewertet.

Merkel freute sich im Gespräch über die hohe Wahlbeteiligung und darüber, dass die Europäische Volkspartei (EVP) stärkste Kraft geworden sei. Das werde sich auch auf die Vergabe der Positionen auswirken, die nun in der EU ansteht. In den vorab verfügbaren Ausschnitten sprach Merkel aber nicht über den EVP-Spitzenkandidaten Manfred Weber.

Zum Thema Populismus und Antisemitismus in Deutschland sagte Merkel, dass sich diese Entwicklungen „leider überall“ zeigten. Es sei keine neue Entwicklung in Deutschland. „Aber das hat zugenommen, und deshalb heißt es jetzt ganz klar, dass wir uns dagegen stellen müssen.“ Vor allem müsste Deutschland vor dem Hintergrund seiner Geschichte „umso wachsamer“ sein.

Die Journalistin Amanpour gilt als Bewunderin von Merkel. Als die Kanzlerin im Januar den Fulbright-Preis für internationale Verständigung bekam, hielt Amanpour die Laudatio. Damals lobte sie Merkel „für eine Stärkung der multilateralen, werte- und regelgebundenen Weltordnung“. In ihrer Beschreibung klang Merkel wie eine Art „Anti-Trump“. Amanpour sagte damals, sie sei geehrt, über eine Frau sprechen zu dürfen, „die ich so sehr bewundere, in einem Land, das ich so sehr bewundere“.

CDU-Vize verteidigt Parteichefin, Journalistenverband kritisiert sie | ZEIT ONLINE
Sport kompakt: Hoeneß: Boatengs Manager "sucht Vereine"